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Aktuell: News, Tipps und Wissenswertes

+++ Zahnlücken erhöhen Risiko für Herzinfarkt +++ hier lesen Sie mehr +++

+++ Bei Kinderwunsch auch zum Zahnarzt gehen +++ hier lesen Sie mehr +++

+++ Ärztlicher Bereitschaftsdienst unter 116 117 +++ hier lesen Sie mehr +++

+++ Hormone und Mundgesundheit +++ hier lesen Sie mehr +++

+++ Keine Angst vor der „Bisskontrolle“ +++ hier lesen Sie mehr

+++ Mundhygiene lohnt sich doppelt bei Rheuma +++ hier lesen Sie mehr +++

+++ Karies aus der Nuckelflasche +++ hier lesen Sie mehr +++

+++ Frauen lassen Bonusheft öfter abstempeln +++ hier lesen Sie mehr +++

+++ Zweimal im Jahr kostet Vorsorge nichts +++ hier lesen Sie mehr +++

Zahnlücken erhöhen Risiko für Herzinfarkt

Foto: © Gerd Altmann / Pixelio

Mit Zahnlücken kaut es sich nicht nur schlechter, Menschen, die nur noch wenige Zähne haben, leiden auch eher an Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems als gleichaltrige Menschen mit vollem Gebiss. Infektionen des Mundraums sind hieran nicht unbeteiligt.

Menschen, die unter Zahnverlust leiden, haben auch ein erhöhtes Risiko, an einem Herzinfarkt zu erkranken. Wissenschaftler vermuten, dass Herz-Kreislauf-Erkrankungen und besonders Erkrankungen der Herzkranzgefäße eng mit der Zahl der Zähne zusammenhängen, die noch im Mund verblieben sind. Wie wissenschaftliche Studien gezeigt haben, hat ein Mensch, der weniger als zehn eigene Zähne im Mund hat, statistisch gesehen ein siebenmal höheres Risiko, an einer Erkrankung des Herzens zu sterben, als ein gleichaltriger Mensch mit vollem Gebiss.

Denn eine häufige Ursache für Zahnverlust ist eine schwere Entzündung des Zahnhalteapparats, eine sogenannte Parodontitis, die durch mangelnde Zahn- und Mundhygiene entstehen kann. Bei einer solchen Infektion im Mundraum können die Krankheitserreger, die eine Parodontitis verursachen, auch in den Blutkreislauf gelangen und zu chronischen Entzündungen führen, die wiederum einen Risikofaktor für die Ausbildung oder Förderung von Herzkrankheiten darstellen. Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems sind die weltweit häufigste Todesursache: Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO sterben an ihnen mehr als 17 Millionen Menschen pro Jahr – und die Tendenz ist steigend.

Welt online

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Bei Kinderwunsch auch zum Zahnarzt gehen

Foto: proDente e. V.

Die Zahngesundheit findet bei der Vorbereitung auf eine Schwangerschaft meist zu wenig Beachtung. Dabei ist die Gefahr, an einer Zahnfleischentzündung (Gingivitis) zu erkranken, während der Schwangerschaft deutlich erhöht. Leidet die werdende Mutter gar an einer Parodontitis, einer schweren Entzündung des Zahnhalteapparates, steigt auch das Risiko für eine Fehl- oder Frühgeburt deutlich an.

Frauen mit Kinderwunsch sollten daher ihre Zahn- und Mundgesundheit von ihrem Zahnarzt gründlich untersuchen lassen, während der Schwangerschaft den Kontrollgang zum Zahnarzt nicht scheuen und auf eine sorgfältige Zahn- und Mundhygiene achten.

Bereits vor Beginn der Schwangerschaft ist ein Besuch beim Zahnarzt dringend zu empfehlen. Er kann sich ein Bild vom Zustand des Zahnfleisches machen, die Zähne säubern und Zahnstein entfernen. Anschließend sollte ein intensives häusliches Programm eine optimale tägliche Mundhygiene gewährleisten, so dass Zähne und Zahnfleisch auch unter den besonderen hormonellen Bedingungen der Schwangerschaft gesund bleiben.

Denn grundsätzlich sind Schwangere anfällig für die Entstehung bakterieller Entzündungen im Mundbereich. Durch die erhöhte Konzentration des Hormons Progesteron während der Schwangerschaft kommt es zu einer Erweiterung der Gefäße von Zahnfleisch und Mundschleimhaut. Diese werden durchlässiger für die von Plaque-Bakterien freigesetzten Giftstoffe. Schon geringe Plaquebildungen können dann zu Entzündungen am Zahnfleischsaum führen. Damit Plaque dem Zahnfleisch nicht zusetzen kann, muss sie regelmäßig gründlich entfernt werden. Durch eine gründliche Zahnpflege lassen sich Schäden also verhindern. Weil das Zahnfleisch von Schwangeren besonders empfindlich ist, sollten werdende Mütter zum Zähneputzen eine weiche Zahnbürste mit mikrofeinen Bürstenenden verwenden, mit der der Zahnfleischsaum gründlich und schonend gereinigt werden kann. Darüber hinaus sollte die Zahnpasta spezielle plaque- und entzündungshemmende Eigenschaften besitzen und die Regeneration von gereiztem Zahnfleisch fördern, damit die Menge der schädlichen Bakterien reduziert und das Gleichgewicht der Mundflora stabilisiert werden kann.

Ist bei einer werdenden Mutter die Zahnfleischentzündung gar in eine Parodontitis, eine schwere bakterielle Entzündung des Zahnhalteapparates, übergegangen und bleibt diese unbehandelt, können die Zähne ihren Halt verlieren und auch ausfallen. Schlimmer noch: Wissenschaftler konnten inzwischen nachweisen, dass eine Parodontitis zu Schwangerschaftskomplikationen führen kann und unbehandelt das Risiko einer Fehl- oder Frühgeburt um das 7,5-Fache erhöht. Denn die Parodontitis-Bakterien und Entzündungsbotenstoffe im Mundraum können über die Blutbahn bis in die Gebärmutter gespült werden, wo sie den Fötus schädigen.

Fazit: Bei der Planung einer Schwangerschaft sollte auch die Zahn- und Mundgesundheit in die Überlegungen mit einbezogen werden und der Besuch beim Zahnarzt Pflicht sein. Eine zahnärztliche Untersuchung noch vor der Schwangerschaft erlaubt ebenfalls noch eine umfassende Behandlung unter Verabreichung von Betäubungsmitteln oder anderen Medikamenten, die während einer Schwangerschaft nur sehr eingeschränkt oder gar nicht verabreicht werden können. Während der Schwangerschaft sollten Frauen dann mindestens zweimal eine Kontrolluntersuchung ihrer Zähne durchführen lassen.

Parodontosehilfe / Zahngesundheit aktuell, Sonderausgabe „Gesundes Zahnfleisch ein Leben lang“

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Ärztlicher Bereitschaftsdienst jetzt unter 116 117

Foto: © Halina Zaremba / Pixelioi

Unter der Nummer 116 117 erreichen Sie seit Mitte April 2012 den ärztlichen Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigungen bundesweit. Nur in Baden-Württemberg, dem Saarland sowie in Teilen von Rheinland-Pfalz und Hessen lässt sich die neue Nummer erst in einigen Wochen anwählen. Den zahnärztlichen Notdienst erreichen Sie in Nordrhein wie bisher unter der Nummer 0180 5 98 67 00.

Ärztlicher Bereitschaftsdienst – 116 117

Eine akute Magenverstimmung über die Feiertage oder unerwartet hohes Fieber am Wochenende – es gibt viele Gründe, die einen Arzt erforderlich machen, wenn die Praxen gerade geschlossen sind. In solchen Fällen, d. h. bei einer Erkrankung, mit der Sie normalerweise einen niedergelassenen Arzt in der Praxis aufsuchen würden, die Behandlung aus medizinischen Gründen jedoch nicht bis zum nächsten Tag warten kann, ist der ärztliche Bereitschaftsdienst zuständig (in einigen Regionen Deutschlands auch als ärztlicher Notdienst oder Notfalldienst bekannt), den Sie ab jetzt unter der bundesweit einheitlichen Rufnummer 116 117 erreichen können. Überall in Deutschland sind niedergelassene Ärzte im Einsatz, die Patienten in dringenden medizinischen Fällen ambulant behandeln – auch nachts, an Wochenenden und an Feiertagen.

Die neue Nummer funktioniert ohne Vorwahl, gilt deutschlandweit und ist kostenlos – egal ob Sie von zu Hause oder mit dem Mobiltelefon anrufen. In Baden-Württemberg, dem Saarland sowie Teilen von Rheinland-Pfalz und Hessen können Sie die 116 117 jedoch erst in einigen Wochen erreichen. Patienten dort kontaktieren den ärztlichen Bereitschaftsdienst zunächst weiter wie bisher.

Rettungsdienst – 112

Der Bereitschaftsdienst ist nicht zu verwechseln mit dem Rettungsdienst, der in lebensbedrohlichen Fällen Hilfe leistet. Bei Notfällen wie Herzinfarkt, Schlaganfall und schweren Unfällen alarmieren Sie den Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112.

Zahnärztlicher Notdienst Nordrhein – 0180 5 98 67 00

Bei akuten Problemen mit den Zähnen sind weiterhin die regionalen zahnärztlichen Bereitschaftsdienste zuständig. Für den Bereich Nordrhein wenden Sie sich bitte an den zahnärztlichen Notdienst Nordrhein, den Sie unter der Rufnummer 0180 5 98 67 00 erreichen (14 Cent/Min. aus dem deutschen Festnetz, die Gebühren aus dem Mobilfunknetz sind abhängig vom jeweiligen Anbieter). Eine zahnärztliche Notdienstsuche nach Ort bzw. Postleitzahl für Nordrhein finden Sie auf den Internetseiten der Zahnärztekammer Nordrhein.

Die Kassenzahnärztliche Vereinigung Nordrhein bietet außerdem mehrere Servicenummern für die Patientenberatung an.

Kassenärztliche Bundesvereinigung / Kassenzahnärztliche Vereinigung Nordrhein

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Hormone und Mundgesundheit

Foto: GlaxoSmithKline Consumer Healthcare GmbH & Co. KG

Während der Pubertät, der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren auftretende hormonelle Schwankungen können unter anderem auch die Mundgesundheit negativ beeinflussen. So kann es zum Beispiel zu einer sogenannten hormonellen Gingivitis, einer hormonell bedingten Entzündung des Zahnfleisches kommen.

Bei einer Gingivitis schwillt das Zahnfleisch an und wird stärker durchlässig für schädigende Stoffwechselprodukte von Bakterien. Es kommt auch häufig zu Zahnfleischbluten. Da viele Betroffene Angst vor weiterem Bluten haben, putzen sie sich die Zähne seltener und auch weniger gründlich als bisher. Dadurch können sich dann vermehrt Zahnbeläge bilden, die zu Karies und weiteren Zahnfleischerkrankungen führen.

Wie zahnmedizinische Experten wissen, ist jedoch eine regelmäßige und gründliche Mundhygiene auch bei hormonell bedingten Zahnfleischerkrankungen ein absolutes Muss: einmal zur Behandlung der bereits bestehenden Zahnfleischerkrankung und zweitens zur Vorbeugung bzw. Vermeidung erneuter Erkrankungen im Mundbereich. Anzuraten ist auch eine Professionelle Zahnreinigung (PZR), die in der Zahnarztpraxis durchgeführt werden kann. Bei der PZR werden die harten und weichen Beläge entfernt, zudem erhalten die Patienten vom Praxisteam eine Anleitung für die Durchführung einer optimalen Mundhygiene. Bei sorgfältiger Pflege klingt die Entzündung anschließend in der Regel nach ein paar Wochen wieder ab.

proDente

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Keine Angst vor der „Bisskontrolle“

Foto: (c) Pitopia / Fotologe, 2008

Mit „Biss“ wird das Zusammentreffen und Ineinandergreifen der Ober- und Unterkieferzähne bezeichnet. Wenn Ihr Zahnarzt eine „Bisskontrolle“ durchführt, heißt dies, dass er überprüft, ob die Zähne des Ober- und Unterkiefers richtig aufeinandertreffen. Dies kann wichtig sein nach Zahnfüllungen, beim Einpassen von Zahnersatz oder bei Schmerzen im Kiefer-, Nacken- und Kopfbereich, die auch von Zahnfehlstellungen herrühren können.

Eine Bisskontrolle, bei der Ihr Zahnarzt das Aufeinandertreffen und die Stellung der Zähne überprüft, ist eine sehr wichtige Untersuchung, da schon Bruchteile eines Millimeters entscheidend sein können für den „richtigen Biss“. Dieser Test wird nach dem Einsetzen von Füllungen, Kronen, Brücken oder Implantaten durchgeführt oder auch dann, wenn der Patient über Kieferschmerzen, Nackenverspannungen oder häufige Kopfschmerzen klagt, die durch Zahn- oder Kieferfehlstellungen hervorgerufen werden können. Dabei beißt der Patient auf ein dünnes Stück Folie. Auf dieser Folie befindet sich ein ungefährlicher Farbstoff, der durch den Biss auf die Zähne übertragen wird. So erkennt der Zahnarzt sofort, welche Stellen zuerst Kontakt bekommen und welche überhaupt nicht. Der Zahnarzt kann bei einer Bisskontrolle ebenfalls feststellen, ob Zähne schief zueinanderstehen.

proDente

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Mundhygiene lohnt sich doppelt bei Rheuma

Foto: © Pitopia / Twilight_Art_Pictures, 2008

Für Rheumatiker lohnt sich der regelmäßige Zahnarztbesuch und eine sorgfältige Zahn- und Mundhygiene doppelt.

Denn Studien zeigen, dass entzündete Stellen, Wucherungen oder Schmerzen im Mund oder im Kiefer mit entzündlich-rheumatischen Prozessen im Körper verknüpft sein und sich gegenseitig beeinflussen können. Insbesondere eine schwere bakterielle Entzündung des Zahnfleisches (Parodontitis) geht oft Hand in Hand mit rheumatischen Erkrankungen.

Der Zusammenhang zwischen Entzündungen im Mundbereich und rheumatischen Prozessen im Körper wird gerade dadurch belegt, dass eine Parodontitis-Behandlung die Beschwerden von Menschen mit rheumatischer Arthritis deutlich verringern kann. Durch eine Reinigung des Zahnfleischs und die Behandlung der Infektionen im Mundraum können sowohl die Schmerzen als auch die Zahl der geschwollenen Gelenke und die morgendliche Steifheit gelindert werden.

Rheumatiker sind also auf den regelmäßigen Kontrollbesuch beim Zahnarzt und auf eine sorgfältige häusliche Mundhygiene zur Vorbeugung und Bekämpfung von Karies, Gingivitis (Zahnfleischentzündung) und Parodontitis besonders angewiesen. Wie zahnmedizinische Experten wissen, empfiehlt sich für sie bei der Zahn- und Mundpflege der Einsatz von elektrischen Zahnbürsten mit weichem Kopf, auch insbesondere dann, wenn das Zahnbett oder das Zahnfleisch bereits entzündet ist. Bei extremer Mundtrockenheit als Folge der Entzündungen oder Medikamenteneinnahme können sich bei Rheumatikern Bakterien stark vermehren und Zahnbelag bilden. Gegen die Mundtrockenheit hilft das Lutschen von zuckerfreien Bonbons oder Kirschkernen, was die Schleimdrüsen anregt.

Tipps wie diese, aber auch Untersuchungsergebnisse zum Zusammenhang von Zahnbetterkrankungen und Rheuma und mehr erhält man auf den Internetseiten der Deutschen Rheuma-Liga unter
www.rheuma-liga.de/zaehne.

Deutsche Rheuma-Liga / Märkische Allgemeine Zeitung

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Karies aus der Nuckelflasche

Foto: proDente e. V.

Mehr als ein Viertel der Dreijährigen in Deutschland leidet unter frühkindlicher Karies. Eine Sonderform dieser Karies, die sogenannte Nuckelflaschenkaries, haben zehn bis 15 Prozent der Drei- bis Sechsjährigen. Doch Nuckelflaschenkaries lässt sich mit einfachen Präventionsmaßnahmen vermeiden, wie erfahrene Zahnmediziner wissen.

Bei Nuckelflaschenkaries treten zuerst kariöse Veränderungen an den oberen Frontzähnen auf, später auch an anderen Zähnen. Im Extremfall droht Milchzahnverlust. Die Karies entsteht, wenn ein Kleinkind über mehrere Stunden an einer Flasche nuckelt. Dabei werden die Zähne dauerhaft umspült. Wenn es sich um zucker- oder säurehaltige Flüssigkeit handelt, können kariöse Zerstörungen ausgelöst werden.

Zuckerhaltige Getränke wie gesüßter Tee oder Fruchtsaft fördern die Entstehung von Mikroorganismen im Mund, wodurch Plaque und später Karies entstehen kann. Säurehaltige Getränke wie Limonade oder Orangensaft demineralisieren den Zahnschmelz. Auch Schnuller mit zuckerhaltigem Überzug, Lutscher und nächtliches Trinken von der Mutterbrust können Karies auslösen.

Was Eltern gegen Nuckelflaschenkaries tun können

Um Nuckelflaschenkaries vorzubeugen, geben erfahrene Zahnmediziner Eltern zwei wichtige Verhaltensregeln mit auf den Weg: Erstens sollten die Getränke für das Kind möglichst wenig Zucker und Säure enthalten. Gut sind ungesüßter Tee sowie Mineral- oder Leitungswasser. Zweitens sollte dem Kind das Fläschchen nur zeitlich begrenzt gegeben werden. Auf keinen Fall sollten sich Eltern dazu hinreißen lassen, ihr Kind dauernuckeln zu lassen oder es durch Fläschchengeben ohne Zeitlimit trösten zu wollen. Dauernuckeln ist für die Entstehung von Nuckelflaschenkaries mindestens ebenso entscheidend wie der Zucker- und Säuregehalt des Getränks.

Mit dem Durchbruch des ersten Milchzahnes, d. h. zirka ab dem sechsten Lebensmonat, sollten Eltern mit ihrem Kind regelmäßig zur Vorsorge zum Zahnarzt gehen. Das Praxisteam berät Eltern gerne zur Mundgesundheit ihres Kindes. Aber auch Schwangere sollten bereits ihre Mund- und Zahngesundheit zum Wohl ihres Kindes untersuchen lassen. Denn eine geringere Menge an Kariesbakterien im Mund der Mutter verringert deutlich das Risiko dafür, dass sich das Baby bald nach der Geburt über die Mutter mit Karieskeimen ansteckt.

Zahnärztekammer Bayern / zahn-online

Kennen Sie bereits den „Zahnärztlichen Kinderpass“? Der von der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Nordrhein herausgegebene „Zahnärztliche Kinderpass“ für alle kleinen Zahnarztpatienten in Nordrhein bis zum sechsten Lebensjahr und ihre Eltern erklärt und dokumentiert genau, welche zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchungen bei Kindern in welchem Alter durchgeführt werden, und enthält nützliche Tipps zur Erhaltung der Mundgesundheit bei Kindern.

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Frauen lassen Bonusheft öfter abstempeln

Abbildung: KZV Nordrhein

Wenn es um die Zahn- und Mundgesundheit geht, haben Frauen die Nase vorn, denn sie achten deutlich mehr als Männer darauf, regelmäßig zur Kontrolle zum Zahnarzt zu gehen und ihr Bonusheft abstempeln zu lassen. So können sie auch stärker von den Zuschüssen der gesetzlichen Krankenkassen profitieren.

Dies hat eine repräsentative Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag des Instituts der Deutschen Zahnärzte (IDZ) in Köln an den Tag gebracht, an der im April und Mai 2011 1.788 erwachsene Bundesbürger, darunter 1567 gesetzlich Versicherte, teilgenommen haben.

Fast Dreiviertel der Frauen, rund 70,5 Prozent, mit 55,6 Prozent jedoch nur etwas mehr als die Hälfte der Männer lassen ihr Bonusheft regelmäßig abstempeln. Die Auswertung der Umfrage hat ebenfalls gezeigt, dass bei Patienten mit mittlerer und höherer Schulbildung das Engagement für die eigene Zahngesundheit deutlich höher ist (72,7 beziehungsweise 66,5 Prozent) als bei anderen Bevölkerungsgruppen.

Nur ein Fünftel (20,2 Prozent) aller Befragten achtet weniger darauf, die Zähne regelmäßig beim Zahnarzt untersuchen zu lassen, 15 Prozent besitzen überhaupt kein Bonusheft. Je besser die Patienten den Gesundheitszustand ihrer Zähne beurteilen, desto mehr achten sie auch auf die regelmäßigen Einträge im Bonusheft. Die Zuschüsse der gesetzlichen Krankenkassen bei Zahnersatz können sich bei einem regelmäßig geführten Bonusheft um bis zu 30 Prozent erhöhen.

Die große Mehrheit der Patienten vertraut außerdem dem beruflichen Können des eigenen Zahnarztes: Zwei Drittel der Befragten halten es bei einer aufwendigeren Zahnarztbehandlung nicht für wichtig, eine zweite Meinung einzuholen.

idz-koeln.de

Die genauen Ergebnisse der Umfrage sind auf den Internetseiten des IDZ nachzulesen. Auf den Internetseiten der KZV Nordrhein erhalten Sie darüber hinaus ausführliche Informationen zum Thema Bonusheft und Festzuschüsse für den Zahnersatz und können nachlesen, welche Vorsorgeuntersuchungen von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden.

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Zweimal im Jahr kostet Vorsorge nichts

Foto: proDente

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind wichtig für die Zahngesundheit und können gleichzeitig bares Geld sparen. Im Folgenden erfahren Sie, welche Vorsorgeleistungen die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen und wann die Kassengebühr von 10 Euro entfällt.

Leider wissen immer noch nicht alle Kassenpatienten, dass die Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt zweimal im Jahr von den 10 Euro Kassengebühr befreit sind. Darauf weist der Vorsitzende der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Nordrhein Ralf Wagner hin: "Patienten bezahlen zweimal im Jahr keine zehn Euro, wenn der Zahnarzt nur den Zustand der Zähne überprüft und vorsorgende Maßnahmen vornimmt. Dazu gehören auch notwendige Röntgenuntersuchungen. Einmal im Jahr ist auch die Entfernung von Zahnstein kostenfrei."

Die regelmäßigen Mundinspektionen ausfallen zu lassen, kann dagegen teuer werden: Gute Prophylaxe beugt kostspieligen und schmerzhaften Zahnerkrankungen vor. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren können darüber hinaus halbjährlich zusätzlich besondere individuelle Vorsorgeleistungen (Individualprophylaxe) in Anspruch nehmen. Dabei bekommen Kinder und Eltern u. a. wertvolle Hinweise für die tägliche Zahnpflege und zahngesunde Ernährung, zum Schutz der Zähne können Fluoridkonzentrate auf den Zahnschmelz aufgetragen und Backenzähne zum Schutz gegen Karies versiegelt werden.

Zahnärzte, Eltern und Kinder haben durch eine sinnvolle Vorsorge in den letzten Jahrzehnten gemeinsam viel erreicht. Dazu Wagner: "Viele Jugendliche, die heute in meine Praxis oder die meiner Kollegen kommen, wissen überhaupt nicht mehr, wie sich das gefürchtete 'Loch im Zahn' anfühlt." Auch bei den Erwachsenen geht die Zahl erkrankter Zähnen zurück. Wird doch einmal eine Krone, Brücke oder Zahnprothese notwendig, bewirkt der im Bonusheft dokumentierte regelmäßige Zahnarztbesuch eine Erhöhung des Festzuschussbetrages um bis zu 30 Prozent. Vorsorge lohnt sich also immer!

Presse-Information der KZV Nordrhein vom 31.03.2009

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Vorsorge lohnt sich immer!

Gut zu wissen: Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt sind zweimal im Jahr von den 10 Euro Kassengebühr befreit, ebenso ist die Entfernung von Zahnstein einmal im Jahr kostenfrei.

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren können darüber hinaus halbjährlich zusätzlich besondere individuelle Vorsorgeleistungen (Individualprophylaxe) kostenlos in Anspruch nehmen.

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind nicht nur wichtig für die Zahngesundheit, sondern können gleichzeitig bares Geld sparen. Wird nämlich eine Krone, Brücke oder Zahnprothese notwendig, bewirkt der im Bonusheft dokumentierte regelmäßige Zahnarztbesuch eine Erhöhung des Festzuschussbetrages um bis zu 30 Prozent.

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Rettet den Zahn!

Mundschutz beugt effektiv vor -
Zahnrettungsbox hilft bei Notfall
Rund 13 bis 39 Prozent aller Zahnunfälle passieren beim Sport. Gerade bei Kindern und Jugendlichen sind ausgeschlagene Zähne durch Unfälle beim Spielen oder Sport keine Seltenheit.

Vorbeugung durch Mundschutz
Während Helm und Gelenkschoner bei vielen Sportarten längst eine Selbstverständlichkeit sind, hat sich der Mundschutz noch nicht so recht durchgesetzt. Dabei stellt insbesondere ein individuell von Ihrem Zahnarzt angefertigter Mundschutz eine effektive Vorbeugungsmaßnahme gegen Zahnunfälle dar.
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Zahnrettungsbox im Einsatz
Wenn ein Zahn ausgeschlagen wurde, entscheidet seine Aufbewahrung über eine mögliche Rettung. Für den Notfall sollte eine sogenannte Zahnrettungsbox (erhältlich in der Apotheke) immer griffbereit sein. In dieser kann die empfindliche Zahnwurzelhaut mindestens 24 Stunden lang überleben. Zur Not eignet sich auch kalte Milch (bis zu vier Stunden), Wasser zerstört die Wurzelhaut. Bleibt die Wurzelhaut durch Aufbewahrung in einer Zahnrettungsbox erhalten, kann der Zahnarzt den Zahn wieder einpflanzen.
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