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Aktuell: News, Tipps und Wissenswertes

+++ Frauen lassen Bonusheft öfter abstempeln +++ hier lesen Sie mehr +++

+++ Warum gründliches Kauen so wichtig ist +++ hier lesen Sie mehr +++

+++ Zahnunfall beim Wintersport +++ hier lesen Sie mehr +++

+++ Vorausschauende Zahnpflege für Babys +++ hier lesen Sie mehr +++

+++ Mit zahngesundem Frühstück fit für Schulalltag +++ hier lesen Sie mehr +++

+++ Abschied von den Milchzähnen +++ hier lesen Sie mehr +++

+++ Gesundheitsschädliche Softdrinks +++ hier lesen Sie mehr +++

+++ Zweimal im Jahr kostet Vorsorge nichts +++ hier lesen Sie mehr +++

Frauen lassen Bonusheft öfter abstempeln

Abbildung: KZV Nordrhein

Wenn es um die Zahn- und Mundgesundheit geht, haben Frauen die Nase vorn, denn sie achten deutlich mehr als Männer darauf, regelmäßig zur Kontrolle zum Zahnarzt zu gehen und ihr Bonusheft abstempeln zu lassen. So können sie auch stärker von den Zuschüssen der gesetzlichen Krankenkassen profitieren.

Dies hat eine repräsentative Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag des Instituts der Deutschen Zahnärzte (IDZ) in Köln an den Tag gebracht, an der im April und Mai 2011 1.788 erwachsene Bundesbürger, darunter 1567 gesetzlich Versicherte, teilgenommen haben.

Fast Dreiviertel der Frauen, rund 70,5 Prozent, mit 55,6 Prozent jedoch nur etwas mehr als die Hälfte der Männer lassen ihr Bonusheft regelmäßig abstempeln. Die Auswertung der Umfrage hat ebenfalls gezeigt, dass bei Patienten mit mittlerer und höherer Schulbildung das Engagement für die eigene Zahngesundheit deutlich höher ist (72,7 beziehungsweise 66,5 Prozent) als bei anderen Bevölkerungsgruppen.

Nur ein Fünftel (20,2 Prozent) aller Befragten achtet weniger darauf, die Zähne regelmäßig beim Zahnarzt untersuchen zu lassen, 15 Prozent besitzen überhaupt kein Bonusheft. Je besser die Patienten den Gesundheitszustand ihrer Zähne beurteilen, desto mehr achten sie auch auf die regelmäßigen Einträge im Bonusheft. Die Zuschüsse der gesetzlichen Krankenkassen bei Zahnersatz können sich bei einem regelmäßig geführten Bonusheft um bis zu 30 Prozent erhöhen.

Die große Mehrheit der Patienten vertraut außerdem dem beruflichen Können des eigenen Zahnarztes: Zwei Drittel der Befragten halten es bei einer aufwendigeren Zahnarztbehandlung nicht für wichtig, eine zweite Meinung einzuholen.

idz-koeln.de

Die genauen Ergebnisse der Umfrage sind auf den Internetseiten des IDZ nachzulesen. Auf den Internetseiten der KZV Nordrhein erhalten Sie darüber hinaus ausführliche Informationen zum Thema Bonusheft und Festzuschüsse für den Zahnersatz und können nachlesen, welche Vorsorgeuntersuchungen von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden.

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Warum gründliches Kauen so wichtig ist

Foto: proDente e. V.

Sorgfältiges Kauen erhöht nicht nur das Geschmackserlebnis beim Essen, sondern wirkt sich in vielfacher Hinsicht positiv auf die Gesundheit des Körpers aus. Die Nahrung massiert zum Beispiel auch das Zahnfleisch und steigert seine Durchblutung. Außerdem werden die Kaumuskeln gekräftigt.

Das Kauen dient nicht allein zum Zerkleinern der Nahrung. In der Mundhöhle findet der erste Teil des Verdauungsvorgangs statt, indem der Nahrung beim Kauen Speichel zugesetzt wird.

Als Richtwert gilt, jeden Bissen bis zu dreißigmal durchzukauen, bevor er geschluckt wird. Denn das kräftige Kauen von Nahrung regt bei gesunden Menschen den Speichelfluss an. Wird durch gründliche Auf-Ab-Bewegungen der Zähne die Nahrung mit dieser Körperflüssigkeit durchmischt und nicht nur hastig zerkleinert, hat der Magen später weniger "harte Brocken" zu bezwingen. Zudem schluckt man meist weniger Luft, weshalb lästige Völlegefühle ausbleiben.

Außerdem wirkt sich eine gründliche Durchmischung der Nahrung mit Speichel positiv auf den Insulinhaushalt des Körpers aus, wie eine Studie Münchener Wissenschaftler zeigen konnte. Bei Probanden dieser Studie, die gründlich gekaut haben, lagen anschließend der Blutzucker- und der Insulinwert niedriger, als bei Probanden, die dieselbe Nahrungsmenge hastig gegessen hatten.

Wer sich für das Kauen Zeit lässt, schmeckt die Nahrung zudem intensiver. Essen wird dadurch mehr zum Genuss und viele Menschen erreichen dadurch ein stärkeres Sättigungsgefühl. Somit kann sorgfältiges Kauen auch schlank machen. Zudem bringt das Kauen weitere positive Effekte mit sich: Die Nahrung massiert das Zahnfleisch und steigert seine Durchblutung. Außerdem werden die Kaumuskeln gekräftigt.

zahn-online

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Zahnunfall beim Wintersport

Foto: © Sven Richter / Pixelio

Bei Wintersportarten wie Skifahren, Snowboarden und Eishockey kann es schnell passieren: Der Sportler stürzt, ein Zahn wird gelockert, verschoben, bricht ab oder wird ausgeschlagen. Wenn dies passiert, gilt es, einen klaren Kopf zu bewahren und richtig zu handeln. Zahnmediziner raten daher bei Zahnunfällen im Wintersport: „Der Verletzte sollte umgehend von einem Zahnarzt behandelt werden, dann kann der Zahn meist gerettet werden.“

Bei Wintersportarten wie Skifahren, Snowboarden und Eishockey kann es schnell passieren: Der Sportler stürzt, ein Zahn wird gelockert, verschoben, bricht ab oder wird ausgeschlagen. Wenn dies passiert, gilt es, einen klaren Kopf zu bewahren und richtig zu handeln. Zahnmediziner raten daher bei Zahnunfällen im Wintersport: „Der Verletzte sollte umgehend von einem Zahnarzt behandelt werden, dann kann der Zahn meist gerettet werden.“

Auf einen Unfall folgen Schreck, Schmerzen und die Angst, einen Zahn oder ein Zahnstück unwiederbringlich verloren zu haben. Blutet der Verletzte im Mund, hilft ein leichter Biss auf ein Stofftaschentuch. Dann gilt es, den verlorenen Zahn zu finden und zu konservieren. Wichtig: Niemals die Zahnwurzel, sondern nur die Zahnkrone anfassen, da sich auf der Wurzel lebende Zellen befinden. Der Zahn darf nicht abgewaschen werden.

Zahn feucht halten und möglichst schnell den Zahnarzt aufsuchen

Konservieren lässt sich ein Zahn am längsten in einer sogenannten Zahnbox – und zwar bis zu 25 Stunden lang. Eine Zahnrettungsbox gibt es beim Zahnarzt oder in der Apotheke und ist vor allem für Kindergärten, Schulen und Sportstätten sinnvoll. Da die wenigsten Sportler eine Zahnbox bei sich haben, ist bei ihnen Improvisationsgeschick gefragt: Bis zu vier Stunden lässt sich ein Zahn(stück) in einem Glas kalter H-Milch aufbewahren, kurze Zeit auch in steriler Kochsalzlösung. Wer keines dieser Hilfsmittel zur Verfügung hat, konserviert den Zahn in der Backentasche oder unter der Zunge.

Jetzt heißt es: möglichst schnell zum Zahnarzt gehen! Der Notfall sollte telefonisch angekündigt werden. Was ist passiert? Wie, wann und wo ist der Unfall geschehen? Sind Milch- oder bleibende Zähne betroffen? Wurden Weichteile wie Wangen, Nase, Lippen, Zunge und/oder Zahnfleisch verletzt?

Der sofortige Besuch beim Zahnarzt ist auch dann anzuraten, wenn bei einem Unfall auf den ersten Blick kein Zahn verletzt zu sein scheint, denn es können Folgeschäden auftreten, beispielsweise an der Zahnwurzel.

Bayerische Landeszahnärztekammer

Lesen Sie mehr zum Thema in der Infobox rechts.

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Vorausschauende Zahnpflege für Babys

Foto: © Atze Baumann / Pixelio

Schon die Mundfauna des noch zahnlosen Nachwuchses legt den Grundstein für gesunde Zähne. Eltern, die ihre Kinder vor Karies schützen wollen, sollten sich daher nicht erst um die Zahnpflege der Kleinen kümmern, wenn die ersten Zähnchen durchbrechen, sondern schon zuvor. So haben Kinder, die bereits im Säuglingsalter viel zuckerhaltige Nahrung erhalten, ein deutlich erhöhtes Risiko, später an Karies zu erkranken.

Die zentrale Erkenntnis der Studie eines US-amerikanischen Forscherteams von der Universität Illinois, in der die Mundfauna von Babys vor dem Zahnen untersucht wurde, lautet, dass die Ernährung von Kindern bereits im zahnlosen Alter eine Schlüsselrolle für die spätere Mund- und Zahngesundheit spielt. Auch vor dem ersten Zahnen kann sich eine zuckerhaltige Ernährung als schädlich für die spätere Entwicklung der Zähne bzw. als kariesverursachend erweisen.

Bislang waren Zahnmediziner davon ausgegangen, dass sich die Mundfauna erst im Alter zwischen anderthalb und drei Jahren gemeinsam mit den Zähnen und entsprechend der jeweiligen Nahrung jeweils unterschiedlich entwickelt. Die US-amerikanischen Wissenschaftler wiesen nun aber große individuelle Unterschiede in der Vielfalt und Zusammensetzung der Mikroben in den Mundhöhlen von Kleinkindern bereits vor dem Zahnen nach. So war es der Forschergruppe möglich, in den Mündern ihrer kleinen Probanden je nach verabreichter Nahrung Hunderte unterschiedliche Arten von Bakterien aufzuspüren.

Das Forscherteam kam daher zu dem Schluss, dass Eltern bei ihrem Nachwuchs bereits vor dem Zahnen durch eine gesunde Ernährung und eine sorgfältige Mundhygiene die Mundfauna beeinflussen und auf diese Weise die richtigen Weichen für den Kampf gegen Karies stellen können.

Kelly Swanson (University of Illinois) et al., PLoS ONE / wissenschaft.de

Lesen Sie auf unseren Internetseiten mehr darüber, was Eltern für die Zahn- und Mundgesundheit ihrer Kinder tun können und welche Prophylaxemaßnahmen für Kinder es gibt.

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Mit zahngesundem Frühstück fit für Schulalltag

Foto: © Rainer Sturm / Pixelio

Frisches und knackiges Gemüse oder Obst, das viele Vitamine enthält, sowie Milch als Lieferant von wertvollen Eiweißstoffen und Kalzium, einem wichtigen Aufbaustoff für die Zähne, kerniges Vollkornbrot mit Wurst oder Käse sind die besten Energiespender für den anstrengenden Schulalltag und auch gut für die Zahngesundheit. Neben der Zufuhr wichtiger Nährstoffe und Mineralien trainiert eine gesunde Ernährung Kaumuskeln und Kiefer.

Eine ausgewogene und vor allem zahngesunde Ernährung ist nicht nur für Schulanfänger, sondern während der gesamten Schullaufbahn wichtig. Zur Vorsicht ist dagegen bei Süßigkeiten zu raten, da die süßen Naschereien oft zu viel Fett und vor allem auch zu viel Zucker enthalten, der die sensiblen Zähne der Kinder angreift. Hinzu kommt, dass es in der Schule kaum mehr eine Möglichkeit zum Zähneputzen gibt, während dies zuvor im Kindergarten noch der Fall war.

Beim Frühstück zu Hause und beim Zurechtmachen des Pausenbrots sollten Eltern daher stark zuckerhaltigen Nahrungsmitteln und Süßigkeiten die „rote Karte“ zeigen. Eine gesunde Alternative zu süßem Naschwerk sind zum Beispiel Nüsse oder schmackhafte Gemüsestückchen. Ein nahrhaftes Frühstück sollte auf jeden Fall vor dem Unterrichtsbeginn im Kreis der Familie eingenommen werden und ebenso wie das Pausenbrot zahngesund und reich an Eiweiß, Vitaminen und Mineralstoffen sein. Neben Milch und frischem Obst und Gemüse bietet sich hier auch kerniges Vollkornbrot mit herzhafter Wurst oder leckerem Käse an.

Durstlöschende Getränke sollten ebenfalls möglichst wenig bzw. am besten überhaupt keinen Zucker enthalten. Mineralwasser, ungesüßter Tee oder Fruchtschorlen sind anstelle meist ungesunder und stark zuckerhaltiger Softdrinks die idealen Frühstücks- und Pausengetränke. Außerdem: Verzieren Sie doch einmal die Brotdose Ihres Kindes mit bunten Aufklebern, um so die Attraktivität der gesunden Pausenmahlzeit, die Sie ihm mitgeben, noch zu erhöhen.

Erschreckende Defizite bei täglicher Ernährung und Zahnhygiene

So reichhaltig manche Schultüte zum Schulanfang bestückt ist, so schlecht ist es um die tägliche Versorgung vieler Kinder mit Frühstück und Pausenbrot bestellt. Insbesondere Kinder aus sogenannten sozial schwachen Familien weisen deutliche Defizite bei der täglichen Ernährung und Zahngesundheit auf. Die Zahl der Kinder, die ohne Frühstück im Magen oder ohne Pausenbrot zur Schule gehen, steigt. Wird doch eine Pausenmahlzeit mitgegeben, handelt es sich oft nicht um das zahngesunde und nahrhafte Vollkornbrot mit herzhaftem Belag und um gesundes Obst und Gemüse, sondern meist nur um Schokoriegel. Dosen- und Tütengerichte sowie Fast Food wie Pizza und Pommes müssen als Hauptmahlzeit herhalten, der häufige und übermäßige Konsum von Süßigkeiten sowie Bewegungsmangel spielen eine große, Zahnhygiene und gesunde Ernährung eine eher untergeordnete Rolle.

Die Kombination von ungesunder Ernährung und unzureichender Mundpflege sorgt für einen hohen Anteil an Erkrankungen von Zähnen und Zahnfleisch in dieser Bevölkerungsschicht: So stammen die 10 % aller Kinder, die zusammen die erschreckend hohe Zahl von 60 % aller Karieserkrankungen auf sich vereinen, aus sozial schwachen Familien.

Landeszahnärztekammer Brandenburg / Colgate/Palmolive

Lesen Sie hier mehr zum Thema zahngesunde Ernährung und richtige Zahn- und Mundhygiene für Kinder.

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Abschied von den Milchzähnen

Foto: © Lilly Dippold / Pixelio

Ab dem sechsten Lebensjahr verlieren Kinder ihre Milchzähne. Die bleibenden Zähne brechen durch. Wenn dies aber schon ein Jahr früher geschieht, ist dies in der Regel noch normal. Eltern sollten in solchen Fällen jedoch untersuchen lassen, ob die bleibenden Zähne richtig nachwachsen. Karies an den Milchzähnen kann nicht nur zum frühzeitigen Ausfall führen, sondern bildet einen günstigen Schlupfwinkel für Kariesbakterien, die für das spätere bleibende Gebiss sehr schädlich sind.

Vom Einschulungsalter an bis zum 12. Lebensjahr verändert sich das Kindergebiss grundlegend. Die bleibenden Zähne brechen in die Mundhöhle durch. Erfahrungsgemäß beginnt der Wechsel vom Milch- zum bleibenden Gebiss also im Alter von sechs Jahren. Wenn dies aber schon ein Jahr früher geschieht, ist auch das in der Regel noch normal.

Allerdings sollten Eltern in allen Fällen eines frühzeitigen Ausfalls untersuchen lassen, ob die bleibenden Zähne richtig nachwachsen. Denn die Milchzähne spielten eine wichtige Rolle als Platzhalter im Gebiss eines Kindes. Wenn sie zu früh ausfallen, führt das nicht selten zu Fehlstellungen der bleibenden Zähne. Dann muss das Kind später eine Zahnspange tragen, um die Zahnfehlstellung zu korrigieren.

Oft führen jedoch eine falsche Ernährung und vor allem mangelnde Pflege für frühzeitige Zahnschäden, die auch beim bleibenden Gebiss eines Jugendlichen und Erwachsenen für Probleme sorgen. Karies an den Milchzähnen ist entgegen der weit verbreiteten Auffassung, dass es nicht so wichtig ist, ob die Milchzähne gesund sind oder nicht, auch für das nachfolgende bleibende Gebiss außerordentlich schädlich. Neben der Gefahr von Fehlstellungen beim bleibenden Gebiss ist Karies an Milchzähnen ein günstiger Schlupfwinkel für Bakterien. Diese Bakterien schaden dann auch den bleibenden Zähnen, die gerade unmittelbar nach dem Durchbruch sehr anfällig für Karies sind. Deshalb sind eine optimale Zahnpflege und eine zuckerarme Ernährung in dieser Zeit unbedingt zu empfehlen. Ganz entscheidend ist, dass das Kind lernt, Mund, Zähne und Zahnfleisch regelmäßig zu pflegen und gesund zu erhalten.

Das individuelle Karies-Vorsorge-Programm in der Zahnarztpraxis (Individualprophylaxe) sieht eine intensive Betreuung für 6- bis 17-jährige vor.
Bei der Vorsorgeuntersuchung beim Zahnarzt werden unzureichend geputzte Zahnabschnitte ermittelt und dokumentiert und auf diese Weise die Anfälligkeit für Karies bestimmt. In späteren Untersuchungen kann dann überprüft werden, ob sich die Mundhygiene verbessert hat. Darüber hinaus erklären der Zahnarzt und sein Team die Ursachen für Erkrankungen in der Mundhöhle und zeigen, wie man sich richtig die Zähne putzt und „zahngesund“ ernährt. Die bleibenden hinteren Seitenzähne können mit einer dünnen Kunststoffschicht versiegelt werden, um sie zusätzlich vor Kariesbefall zu schützen. Schließlich kann der Zahnschmelz durch Auftragen von Fluoridkonzentraten gefestigt werden.

KZBV/Kassenzahnärztliche Vereinigung Nordrhein

Auf unseren Internetseiten erfahren Sie noch mehr zum Thema Prophylaxe bei Kindern und Jugendlichen und darüber, was verantwortungsbewusste Eltern für die Zahn- und Mundgesundheit ihrer Kinder tun können.

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Gesundheitsschädliche Softdrinks

Foto: © Antje Schroeter / Pixelio

Der Konsum von sogenannten Soft- oder Energydrinks schadet nicht nur den Zähnen, sondern erhöht auch den Blutzuckerspiegel, führt zu Gewichtzunahme und kann auf Dauer zu Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall führen.

Eine aktuelle ernährungswissenschaftliche Studie hat den Zusammenhang zwischen dem Konsum von mit Fructose gesüßten Softdrinks und deutlich erhöhtem Gesundheitsrisiko erstmals nachgewiesen.

Die Werbung für Soft- oder Energy-Drinks verspricht eine Verbesserung der geistigen und körperlichen Leistungsfähigkeit. Was hier jedoch verschwiegen wird: Durch den regelmäßigen Konsum solcher vor allem bei Kindern und Jugendlichen beliebten Süßgetränke nimmt man täglich zum Teil weit über 100 Gramm verschiedener Zuckerarten wie Fructose (Fruchtzucker) und Saccharose (Haushaltszucker) zu sich. Schon eine Dose eines gängigen Energy-Drinks enthält zwischen 25 und 30 Gramm Zucker, während zum Beispiel ein Apfel demgegenüber nur etwa sechs Gramm Fructose enthält. Der Fruchtzucker Fructose wird von der Lebensmittelindustrie meist künstlich, d. h. wie andere Zuckerarten aus Zuckerrohr oder Zuckerrüben gewonnen, dann mit Wasser und Geschmacksmitteln vermischt und als Süßgetränk auf den Markt gebracht.
Durch die Süßgetränke wird dem Körper dabei mehr Fructose zugeführt, als dieser direkt verarbeiten kann. In einer ernährungswissenschaftlichen Studie hat ein Züricher Endokrino-loge jetzt nachgewiesen, dass die Aufnahme von Fructose bei einem mäßigem Konsum von Soft- oder Energydrinks bereits in einem Zeitraum von Wochen eine gesundheitsschädliche Wirkung nach sich ziehen kann.

Gewichtszunahme und Atheriosklerose

Fructose kann im Gegensatz zur Glukose nicht im Körper gespeichert werden, sondern wandelt sich zum Teil direkt in Fett um. Die Probanden der Studie, junge, gesunde Männer im Alter von 19 bis 25 Jahren, tranken während drei Wochen dreimal am Tag je zwei Deziliter an Süßgetränken, die entweder Fructose, Glukose oder Saccharose enthielten, und wiesen bereits nach dreißig Tagen nicht nur einen größeren Bauchumfang auf als zuvor, sondern ebenfalls einen höheren Blutzuckerspiegel und schlechtere Cholesterin-Werte. Außerdem führte der Konsum der Süßgetränke zu dichteren LDL-Partikeln, die ein besonderer Risikofaktor für Atheriosklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind. Des weiteren waren die Entzündungsmarker im Blut um etwa das Doppelte angestiegen. Fazit: Trinken Personen über einen längeren Zeitraum Süßgetränke, kann das Risiko für Gefäßverkalkungen mit allen Folgen wie Herzinfarkt oder Diabetes steigen. Dagegen ist für Saccharose, den Haushaltszucker, eine ähnliche Wirkung auf den Fettstoffwechsel nicht nachzuweisen.

Bedauerlicherweise ist die Art des Süßstoffes in den Getränken auf den Etiketten nur selten zu ersehen. Während natürlich vorkommende Fructose in Obst und Gemüse in der Regel gesund ist, gilt dies nicht für die künstlich hergestellte Fructose, die als Süßmittel Getränken beigefügt wird und schnell Mengen erreicht, die dem Körper schaden können. Die verbreitete Meinung von Konsumenten, dass Fruchtzucker an sich gut ist, weil er auch in Obst vorkommt, ist also falsch. Letztlich birgt jedoch der Verzehr aller Zuckerarten ein hohes Risiko für die Zahngesundheit. Jeder gesundheitsbewusste Verbraucher sollte daher den Zuckerkonsum möglichst gering halten und eine sorgfältige Zahn- und Mundhygiene betreiben.

Zuckersorten

  • Glukose (auch Traubenzucker oder Dextrose), ist als Baustein in Zweifachzuckern wie Milchzucker oder Saccharose (Rohr- oder Rübenzucker) enthalten.
  • Saccharose (Haushaltszucker) kommt im Saft vieler Pflanzen vor. Für die industrielle Gewinnung sind nur Zuckerrüben und Zuckerrohr von Bedeutung.
  • Fructose oder Fruchtzucker findet man in Früchten und Honig. Industriell erzeugter Fruchtzucker hingegen wird aus Maisstärke (vorwiegend in den USA) oder aus Zuckerrüben (in Europa) gewonnen.
  • Galaktose ist ein Bestandteil des Milchzuckers.

American Journal of Clinical Nutrition / UZH News (Universität Zürich)

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Zweimal im Jahr kostet Vorsorge nichts

Foto: proDente

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind wichtig für die Zahngesundheit und können gleichzeitig bares Geld sparen. Im Folgenden erfahren Sie, welche Vorsorgeleistungen die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen und wann die Kassengebühr von 10 Euro entfällt.

Leider wissen immer noch nicht alle Kassenpatienten, dass die Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt zweimal im Jahr von den 10 Euro Kassengebühr befreit sind. Darauf weist der Vorsitzende der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Nordrhein Ralf Wagner hin: "Patienten bezahlen zweimal im Jahr keine zehn Euro, wenn der Zahnarzt nur den Zustand der Zähne überprüft und vorsorgende Maßnahmen vornimmt. Dazu gehören auch notwendige Röntgenuntersuchungen. Einmal im Jahr ist auch die Entfernung von Zahnstein kostenfrei."

Die regelmäßigen Mundinspektionen ausfallen zu lassen, kann dagegen teuer werden: Gute Prophylaxe beugt kostspieligen und schmerzhaften Zahnerkrankungen vor. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren können darüber hinaus halbjährlich zusätzlich besondere individuelle Vorsorgeleistungen (Individualprophylaxe) in Anspruch nehmen. Dabei bekommen Kinder und Eltern u. a. wertvolle Hinweise für die tägliche Zahnpflege und zahngesunde Ernährung, zum Schutz der Zähne können Fluoridkonzentrate auf den Zahnschmelz aufgetragen und Backenzähne zum Schutz gegen Karies versiegelt werden.

Zahnärzte, Eltern und Kinder haben durch eine sinnvolle Vorsorge in den letzten Jahrzehnten gemeinsam viel erreicht. Dazu Wagner: "Viele Jugendliche, die heute in meine Praxis oder die meiner Kollegen kommen, wissen überhaupt nicht mehr, wie sich das gefürchtete 'Loch im Zahn' anfühlt." Auch bei den Erwachsenen geht die Zahl erkrankter Zähnen zurück. Wird doch einmal eine Krone, Brücke oder Zahnprothese notwendig, bewirkt der im Bonusheft dokumentierte regelmäßige Zahnarztbesuch eine Erhöhung des Festzuschussbetrages um bis zu 30 Prozent. Vorsorge lohnt sich also immer!

Presse-Information der KZV Nordrhein vom 31.03.2009

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Vorsorge lohnt sich immer!

Gut zu wissen: Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt sind zweimal im Jahr von den 10 Euro Kassengebühr befreit, ebenso ist die Entfernung von Zahnstein einmal im Jahr kostenfrei.

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren können darüber hinaus halbjährlich zusätzlich besondere individuelle Vorsorgeleistungen (Individualprophylaxe) kostenlos in Anspruch nehmen.

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind nicht nur wichtig für die Zahngesundheit, sondern können gleichzeitig bares Geld sparen. Wird nämlich eine Krone, Brücke oder Zahnprothese notwendig, bewirkt der im Bonusheft dokumentierte regelmäßige Zahnarztbesuch eine Erhöhung des Festzuschussbetrages um bis zu 30 Prozent.

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Rettet den Zahn!

Mundschutz beugt effektiv vor -
Zahnrettungsbox hilft bei Notfall
Rund 13 bis 39 Prozent aller Zahnunfälle passieren beim Sport. Gerade bei Kindern und Jugendlichen sind ausgeschlagene Zähne durch Unfälle beim Spielen oder Sport keine Seltenheit.

Vorbeugung durch Mundschutz
Während Helm und Gelenkschoner bei vielen Sportarten längst eine Selbstverständlichkeit sind, hat sich der Mundschutz noch nicht so recht durchgesetzt. Dabei stellt insbesondere ein individuell von Ihrem Zahnarzt angefertigter Mundschutz eine effektive Vorbeugungsmaßnahme gegen Zahnunfälle dar.
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Zahnrettungsbox im Einsatz
Wenn ein Zahn ausgeschlagen wurde, entscheidet seine Aufbewahrung über eine mögliche Rettung. Für den Notfall sollte eine sogenannte Zahnrettungsbox (erhältlich in der Apotheke) immer griffbereit sein. In dieser kann die empfindliche Zahnwurzelhaut mindestens 24 Stunden lang überleben. Zur Not eignet sich auch kalte Milch (bis zu vier Stunden), Wasser zerstört die Wurzelhaut. Bleibt die Wurzelhaut durch Aufbewahrung in einer Zahnrettungsbox erhalten, kann der Zahnarzt den Zahn wieder einpflanzen.
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