Säurehaltiges Essen gefährdet Zähne
Nach Verzehr mit Zähneputzen warten

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Die Gefahr einer nachhaltigen Schädigung der Zähne durch den Genuss von säurehaltigen Getränken und Lebensmitteln vergrößert sich, wenn man die Zähne unmittelbar nach der Aufnahme der Säuren putzt.
Die Gefahr ist gebannt, wenn mit dem Zähneputzen eine halbe bis eine Stunde nach dem Verzehr gewartet wird.
Zahnmediziner warnen davor, dass säurehaltige Getränke und Lebensmittel die Zähne nachhaltig schädigen können. Insbesondere verstärkt sich das Problem, wenn sofort nach der Aufnahme von Säuren die Zähne geputzt werden. Normalerweise können die von den Säuren gelösten Mineralien vom Körper mit der Zeit wieder eingebaut werden. Putzt man sich jedoch direkt nach dem Essen die Zähne, gehen die Mineralien verloren. Deshalb sollte man nach dem Verzehr von säurehaltigen Lebensmitteln mit dem Zähneputzen eine halbe bis eine Stunde warten.
Nach Angabe der Zahnmediziner sind bei immer mehr Patienten die Zähne durch Säuren abgenutzt. Entsprechende Abnutzungserscheinungen treten bundesweit bereits bei 17 Prozent der Patienten im Alter 35 bis 44 Jahren auf, in der Gruppe der 65- bis 74-Jährigen liegt die Quote sogar bei 30 Prozent.
Verantwortlich hierfür ist paradoxerweise die gesündere Ernährung der Bevölkerung und der vermehrte Konsum von säurehaltigen Getränken wie Fruchtsäften oder Softdrinks. Grundsätzlich ist eine gesündere Ernährung natürlich zu begrüßen, sie muss jedoch insgesamt ausgewogen sein, da die Zähne ansonsten vermehrt mit aggressiven Fruchtsäuren, etwa der Zitronensäure, in Berührung kommen, die nach und nach den Zahnschmelz abtragen und das Zahnbein freilegen. So kann es als Folge zu einer erhöhten Schmerzempfindlichkeit der Zähne bei Wärme, Kälte und natürlich Säuren kommen. Dies kann auch Nachteile in ästhetischer Hinsicht mit sich bringen, da das Zahnbein deutlich gelber als der Zahnschmelz ist.
Mineralien und Fluoride schützen die Zähne vor der Abnutzung. Ein erhöhtes Angebot an Mineralien unterstützt die Selbstheilungskräfte des Körpers. Fluoride stärken zusätzlich die Bindung der Mineralien und machen die Zähne unempfindlicher gegen Säuren. Inzwischen versprechen neue Produkte sogar, den Zahnschmelz mit Hilfe von chemischen Substanzen zu reparieren. Nach Meinung von Experten ist die klinische Wirksamkeit dieser Produkte jedoch noch nicht vollständig erforscht.
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