Zucker, Honig & Co.
Besser mit Bedacht süßen

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Zucker versüßt den Tag. Kaffee, Tee, Joghurt und Kuchen kommen ohne ihn selten auf den Tisch. In Süßigkeiten ist Zucker reichlich enthalten, es gibt ihn aber auch versteckt in vielen anderen Lebensmitteln.
Experten raten dazu, die energiereiche und nicht gerade zahnfreundliche Süße mit Bedacht einzusetzen. Neben Zucker tun auch Honig und Sirup den Zähnen nicht gut und stellen durch ihre klebrige Konsistenz vielleicht einen noch größeren Risikofaktor für die Entstehung von Karies dar.
Neben dem weißen Haushaltszucker, der aus raffinierten Rüben oder Zuckerrohr industriell hergestellt wird, gibt es Zuckeraustauschstoffe wie Frucht- und Traubenzucker, die genauso viele Kalorien wie der weiße Zucker enthalten. Schließlich bestehen auch Honig, Sirup und Dicksaft zu 60 bis 70 Prozent aus Zucker, wie die Ernährungsexperten vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam wissen.
Wer glaubt, mit einem Schuss Honig im Tee gesünder zu genießen als mit der gleichen Menge Zucker oder Kandis, den müssen die Wissenschaftler vom Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel in Karlsruhe daher enttäuschen. Denn ob man Haushaltszucker, Honig, Sirup oder Dicksaft nimmt, ist wohl eher eine persönliche oder philosophische Sache, Karies gibt es von allen gleichermaßen. Daher gibt es generell keinen gesunden oder ungesunden Zucker: Gesund kann nur eine bestimmte Ernährungsweise sein. Bei Zucker, Zuckeraustauschstoffen sowie auch Süßstoffen rät die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) in Bonn deshalb in jedem Fall zu einem maßvollen Umgang.
Fruchtzucker hat keine Vorteile gegenüber anderen Zuckerarten
Gewarnt wird auch vor dem noch immer weitverbreiteten Irrtum, dass Fruchtzucker besser sei als der übliche weiße Haushaltszucker. Fruchtzucker ist vielmehr weder gesünder noch energieärmer und enthält auch keinesfalls mehr Wirkstoffe wie Vitamine oder Mineralstoffe. Fruchtzucker wird dennoch häufig in speziellen Produkten für Diabetiker verwendet. „Mittlerweile werden diese Diät-Produkte von den Fachgesellschaften aus ernährungsmedizinischer und diabetologischer Sicht als nicht notwendig eingestuft“, sagen Experten. Das heißt: Diabetiker sollten sich wie alle anderen Menschen auch ausgewogen ernähren und können auf spezielle Diabetiker-Ware verzichten. Hintergrund sind Erkenntnisse des Bundesinstituts für Risikobewertung in Berlin, wonach Fruktose gegenüber anderen Zuckern keine nennenswerten Vorteile hat – und deshalb auch nicht besonders zu empfehlen ist. Untersuchungen zeigten zudem, dass Diät-Produkte oft teurer als andere sind und einen höheren Fettanteil haben. Die Ernährungswissenschaftler sehen beim regelmäßigen Gebrauch dieser Produkte somit gleich zwei Gefahren. Zum einen glauben die Menschen, Energie einzusparen, weil sie das Wort „Diät“ lesen. Zum anderen nehmen sie dann mit einem beruhigten Gewissen größere Mengen und damit unbemerkt auch mehr Kalorien und Fett zu sich, so dass Übergewicht schnell die Folge ist.
Wer beim Süßen ohne Kalorien auskommen möchte, muss auf Süßstoffe setzen. Anders als Zucker, Honig, Sirup und andere Zuckeraustauschstoffe werden Süßstoffe chemisch hergestellt und haben eine deutlich höhere Süßkraft. Bedenken, dass Süßstoffe dem Körper schaden, sind den Experten zufolge unbegründet, da sie vor ihrer Zulassung ausführlich auf ihre gesundheitliche Unbedenklichkeit geprüft werden, wie es bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung heißt. Wenn das Bundesinstitut für Risikobewertung Lebensmittel zulässt, dürfen sie dem Körper nicht schaden.
Honig und Sirup sind für die Zähne eher noch schädlicher als Zucker
Wer beim Süßen zu Honig oder Sirupvarianten greift, sollte sich darüber im Klaren sein, dass diese Süßungsmittel durch ihre klebrige Konsistenz für die Zähne eher noch schädlicher sind als herkömmlicher Haushaltszucker. Darauf weisen die Experten vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung hin. Auch ist die Menge an Mineralstoffen und Vitaminen, die den Körper beim Süßen mit Honig und Sirup erreichen, so gering, dass man sie vernachlässigen kann.
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