Festsitzender Zahnersatz auf Implantaten
Mehrere Zähne komfortabel ersetzen

- Bild: Astra Tech
Wenn mehrere Zähne aufgrund eines Unfalls, fortgeschrittener Zerstörung durch Karies oder Parodontitis ersetzt werden müssen, so bietet sich für anspruchsvolle Patienten ein festsitzender Zahnersatz auf Implantaten an.
Implantate gelten als eleganteste Möglichkeit, fehlende Zähne sowohl medizinisch als auch kosmetisch perfekt zu ersetzen. Die Implantate, künstliche Zahnwurzeln sind allerdings noch kein vollständiger Zahnersatz. Erst zusammen mit dem sichtbaren "Aufsatz", der so genannten Suprakonstruktion, werden sie zu voll funktionsfähigen neuen Zähnen.
Besonderheiten von festsitzendem Zahnersatz auf Implantaten
Implantate sind künstliche Zahnwurzeln, auf die Implantatpfosten aufgeschraubt werden und auf denen der eigentliche Zahnersatz (Suprakonstruktion) befestigt wird. Festsitzende Suprakonstruktionen lassen sich also nach dem Einsetzen nur noch vom Zahnarzt entfernen. Wie viele Implantate eingepflanzt werden, hängt von der Anzahl der zu ersetzenden Zähne ab. Das Beschleifen von Zähnen zur Verankerung einer herkömmlichen Brücke oder Teilprothese entfällt dabei; die vorhandene Zahnsubstanz wird geschont. Die künstlichen Zahnwurzeln werden fest im Kiefer verankert und sorgen so für hohe Stabilität.
Der Vorteil von Implantaten liegt in ihrem festen Sitz und optimalen Tragekomfort. Und mit der richtigen Suprakonstruktion integriert sich der festsitzende Zahnersatz optisch und funktionell nahtlos in das eigene Gebiss. Die Ausführungen von Suprakonstruktionen sind vielfältig. Welche Form in Frage kommt, hängt von der Position der zu ersetzenden Zähne, aber auch von den ästhetischen Ansprüchen des Patienten ab.
Anspruchsvolle, beratungsintensive Behandlung
Bevor der Zahnarzt Implantate setzen kann, wird er einige grundlegende Untersuchungen vornehmen und den Patienten nach seinem Gesundheitszustand befragen. Schließlich ist eine Implantation eine Operation, für die alle Schritte sorgfältig vorbereitet und geprüft werden müssen. Patienten, die sich für eine Implantation entschieden haben, sollten sich auf einige Monate Behandlungsdauer einstellen.
In verschiedenen Etappen wird der Zahnarzt die notwendigen Vorbehandlungen durchführen, um die Implantate einsetzen zu können. Sie müssen anschließend drei bis sechs Monate einheilen, bevor der festsitzende Zahnersatz eingegliedert werden kann. In der Zwischenzeit wird der Patient mit einem Provisorium versorgt.
Kosten
Investition in Ästhetik und Komfort
Mit wenigen, gesetzlich genau festgelegten Ausnahmen ist eine Implantatversorgung von der künstlichen Zahnwurzel (Implantat) bis zum eigentlichen Zahnersatz (Suprakonstruktion) eine Privatleistung.
Festzuschüsse
Seit der Einführung der Festzuschüsse im Januar 2005 erhält der Patient einen Zuschuss zur Suprakonstruktion, dessen Höhe sich nach dem jeweiligen Befund richtet. (Zuvor erhielt ein Patient, der sich für eine Implantatversorgung entschied, von den gesetzlichen Krankenversicherungen keinen Zuschuss.) Dabei gilt die Bonusregelung.
Bei privaten Krankenversicherungen ist je nach Tarif eine Kostenerstattung möglich.
