Zahnpasta für Kinder und Jugendliche

Zahnpasta dem Alter entsprechend auswählen

Foto: proDente

Augen auf beim Zahnpasta-Kauf für Kinder und Jugendliche: Die bunten Verpackungen von Kinder- und Juniorzahnpasten können leicht verwechselt werden. Während die Kinderzahnpasta jedoch auf die Bedürfnisse der Zähne der Kleinsten abgestimmt ist, bietet die Juniorzahnpasta mit ihrem höheren Fluoridgehalt dagegen für die durchbrechenden Zähne von Kindern ab dem sechsten Geburtstag den optimalen Kariesschutz.

Die Auswahl der richtigen Zahnpasta scheint ganz simpel: Kinderzahnpasta für Kinder und Erwachsenenzahnpasta für Erwachsene. Aber für wen ist eigentlich die sogenannte Juniorzahnpasta, die seit Kurzem in den Läden steht? Die milder schmeckende Juniorzahnpasta schließt eine Lücke in der Kariesvorsorge junger Menschen. Denn sie bietet mit ihrem höheren Fluoridgehalt für die durchbrechenden Zähne von Kindern ab dem sechsten Geburtstag den optimalen Kariesschutz. Kinderzahnpasta ist dagegen auf die Bedürfnisse der Zähne der Kleinsten abgestimmt.

Verwechslungsgefahr

Die Verpackungen von Kinder- und Juniorzahnpasten sehen sich aber oft sehr ähnlich. „Da Juniorzahnpasten bisweilen in einem kindlichen Design angeboten werden, verwechseln sie die Verbraucher häufig mit Kinderzahnpasten“, wissen Zahnmediziner zu berichten. Da die Fluoridkonzentrationen unterschiedlich sind, kann der schnelle Griff ins Regal Folgen für die Zahngesundheit haben. Daher ist Aufmerksamkeit beim Zahnpasta-Kauf geboten. Der Fluoridgehalt von Kinderzahnpasta ist nur ungefähr ein Drittel so hoch wie bei der Juniorzahnpasta, nämlich 500 ppm Fluorid. Für Kinder ab dem sechsten Geburtstag bietet die Kinderzahnpasta deshalb nicht mehr den optimalen Kariesschutz. Und für Kinder unter sechs Jahren ist in den Juniorzahnpasten zu viel Fluorid enthalten. Zu viel Fluorid kann später eine sogenannte Zahnfluorose an den bleibenden Zähnen verursachen. Das sind weißliche bis braune Flecken am Zahn, die ein kosmetisches Problem darstellen.

Welche Zahnpasta für welches Kind?

Die Informationsstelle für Kariesprophylaxe empfiehlt, ab dem Durchbruch des ersten Milchzahns bis zum Beginn des Zahnwechsels oder bis längstens zum sechsten Geburtstag Kinderzahnpasta zu verwenden. Ab dem sechsten Geburtstag kann ein Kind im Prinzip eine Erwachsenenzahnpasta benutzen. Sobald der erste bleibende Backenzahn hinter den letzten Milchzähnen durchbricht, ist es wichtig, eine Zahnpasta mit möglichst hoher Fluoridkonzentration zu verwenden. Da der Zahnschmelz noch nicht voll ausgehärtet ist, besteht hier ein besonders hohes Karies-Risiko. Sowohl Junior- als auch Erwachsenenzahnpasten bieten mit einer Fluoridkonzentration von maximal 1.500 ppm den benötigten Kariesschutz.

Die Informationsstelle für Kariesprophylaxe rät deshalb, die Angaben auf der Tube genau zu überprüfen. Neben dem Fluoridgehalt können Eltern auch auf den Aufdruck „für Milchzähne“ oder „für Kinder bis zum sechsten Geburtstag“ achten. Bei Tuben mit diesen Aufschriften handelt es sich um Kinderzahnpasten mit dem niedrigen Fluoridgehalt.

Kariesprophylaxe rundum

Fluoride schützen Kinderzähne gleich dreifach: Sie verbessern die Widerstandskraft der Zähne gegen Säuren. Sie hemmen den Stoffwechsel der Bakterien im Zahnbelag. Und sie fördern die Wiedereinlagerung wichtiger Mineralien in den Zahnschmelz.

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Informationsstelle für Kariesprophylaxe