Zahnpflege in Krankenhaus und Altenheim
Hygiene ist das A und O
Schwierig gestaltet sich die Zahnpflege in alten Krankenhäusern, in denen im Mehrbettzimmer die Waschgelegenheit offen im Raum untergebracht ist.
Mobile Patienten, die in einem Krankenhaus über ein Zimmer mit dazugehöriger Nasszelle verfügen, haben keine Schwierigkeiten, ihre Zahn- und Prothesenpflege so zu betreiben, wie daheim in den eigenen vier Wänden.
Schwieriger gestaltet es sich in alten Krankenhäusern, in denen im Mehrbettzimmer die Waschgelegenheit offen im Raum untergebracht ist. Hier kann es unangenehm sein, angesichts der Bettnachbarn Zahn- und vor allem Zahnersatzpflege zu betreiben.
Reinlichkeit kommt vor Peinlichkeit.
Vielleicht ist es für den Bettnachbarn viel peinlicher, wenn man ihm nachzählen kann, wie oft er seine Zähne nicht geputzt hat. Inzwischen hat es sich doch herumgesprochen, dass nach jeder Mahlzeit Zähne und Zahnersatz geputzt werden sollten.
Deshalb muss vor allem den bettlägerigen Patienten geholfen werden und denen, die in der manuellen Handhabung behindert sind, z. B. Patienten mit Arm- und Handbrüchen. Zugegeben, es fällt nicht in den Aufgabenbereich einer Krankenschwester, Zähne und Prothesen zu putzen, aber vielleicht findet sich eine Stationshilfe dazu bereit; auch der Familienbesuch kann behilflich sein.
Viel Verständnis findet man häufig bei Leidensgenossen, die auch zur Hilfe bereit sind. Man muss nur den Mut haben zu fragen, vor allem sich nicht genieren. Einweghandschuhe, Mundspüllösungen, Bürsten usw. stellen viele Krankenhäuser zur Verfügung, auf einigen Stationen sind sogar Ultraschall-Reinigungsgeräte vorhanden.
Hygiene ist nun mal das A und O auf dem Weg zur schnelleren Gesundung.

