Marcumar & Aspirin/ASS verdünnen das Blut
Informieren Sie Ihren Zahnarzt über Ihre Medikamente!

- Bild: Bayer
Sollten Sie vor einer Zahnbehandlung oder professionellen Zahnreinigung Aspirin, ASS oder andere blutverdünnende Mittel ein-
genommen haben, müssen Sie Ihren Zahnarzt informieren, da es bei der Behand-
lung zu starken Blutungen kommen kann.
Sehr viele Herz- und Thrombosepatienten nehmen täglich gezielt ein Mittel, um das Blut zu verdünnen. Die wichtigsten dieser Medikamente sind Marcumar und Acetylsalicylsäure (ASS). Die meisten Herzpatienten wissen genau über die Folgen ihrer Medikamentierung Bescheid: Schon bei kleinen Verletzungen fällt es schwer, die Blutung wieder zu stillen.
Weniger gut bekannt ist, dass verschiedenste Medikamente, so zum Beispiel das weitverbreitete Schmerzmittel Aspirin mit dem Wirkstoff ASS, als Zweit- oder Drittwirkung einen Einfluss auf die Blutgerinnung haben. In der Packungsbeilage solcher Medikamente wird deshalb darauf hingewiesen, dass man den Arzt oder Zahnarzt über die Einnahme unbedingt verständigen sollte.
Schmerzmittel vor Zahn-OP tabu
Keinesfalls sollte man vor einer Zahnoperation aus Vorsicht ein Schmerzmittel einnehmen: "Das kann zu Komplikationen bei dem Eingriff oder bei der Wundheilung führen", erklärt Dietmar Österreich, Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer.
Wenn ein Schmerzmittel nötig wird, versorgt der Zahnarzt den Patienten mit geeigneten Mitteln. Auch Cola und Kaffee sind vor einem Eingriff tabu. Jedoch sollten Betroffene gut frühstücken, bevor ein Zahn gezogen wird. "Normale, leicht verdauliche Kost ist empfehlenswert", so Österreich.
Große Hektik auf dem Weg zum Arzt und starke körperliche Belastungen sollte man vermeiden. "Wer vorher einen halben Marathon läuft, dessen Gefäße sind geweitet, was zu Blutungen beim Eingriff führen kann." Eigenmächtig sollte aber niemand zum Beispiel ein blutverdünnendes Mittel absetzen.
Teilen Sie Ihrer Zahnärztin oder Zahnarzt unbedingt mit, ob und welche Arzneimittel Sie eingenommen haben!
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