Entfernen von Weisheitszähnen

Entfernen von Weisheitszähnen

Foto: pixelio.de

Die Natur hat es so eingerichtet, dass bis zu vier Zähne in einem normal entwickelten Gebiss erst zwischen 17 und 24 Jahren durchbrechen: die Weisheitszähne.

Wenn sie noch im Knochen liegen, können diese Zähne erhebliche Probleme bereiten, indem sie beispielsweise gegen die Wurzel des davor liegenden Zahnes drücken, Gesichts- und Ohrenschmerzen verursachen, zu Entzündungen führen oder in seltenen Fällen sogar Zysten hervorrufen.

Nicht selten kommt es darüber hinaus wegen des Platzmangels im Kiefer zu Komplikationen während des Durchbruchs. Die Folge können lokale Schleimhautentzündungen, Schwellungen mit eitrigem Sekret,  Schluckbeschwerden, vergrößerte lokale Lymphdrüsen oder Probleme beim Öffnen bzw. Schließen des Kiefers sein.

Vorsichtige Entfernung

Wenn Weisheitszähne solche Beschwerden bereiten oder erwarten lassen, empfiehlt der Zahnarzt eine Entfernung. Dafür muss in der Regel zuerst festgestellt werden, wie der Weisheitszahn im Kiefer verankert ist, um ihn leicht und ohne Komplikationen ziehen oder herausoperieren zu können. Üblicherweise ist dafür eine Röntgenaufnahme notwendig.

Ist der Weisheitszahn schon vollständig in die Mundhöhle durchgebrochen und sichtbar, lässt er sich meist nach einer örtlichen Betäubung relativ leicht extrahieren. Liegt er jedoch noch teilweise oder vollständig im Knochen, muss der Zahnarzt anders vorgehen. In diesem Fall ist eine Operation notwendig, bei der zuerst die bedeckenden Knochenbereiche entfernt werden müssen, um den Weisheitszahn dann herausnehmen zu können.

Die Operation des Weisheitszahnes hinterlässt immer eine Wunde, die vernäht werden muss. Der Patient spürt aufgrund der Betäubung wenig von der gesamten Behandlung. Die Nähte werden nach etwa einer Woche vom Zahnarzt gezogen. Nach größeren Operationen im Bereich der Weisheitszähne kann die Mundöffnung einige Tage eingeschränkt sein.