Wurzelspitzenresektion (WSR)

Den Zahn erhalten

Entzündete Wurzeln oder Zysten an der Wurzelspitze müssen nicht unbedingt dazu führen, dass ein Zahn gezogen werden muss.

Bild: proDente

Führt eine herkömmliche Behandlung nicht zum Erfolg, kann der Zahnarzt im Rahmen eines operativen Eingriffes entzündliches Gewebe oder eine schon vorhandene Zyste mit der Wurzelspitze entfernen. In der Fachsprache nennt man das eine Wurzelspitzenresektion (WSR). Der Vorteil: Der eigene Zahn kann durch diesen Eingriff in den meisten Fällen noch lange erhalten werden.

Symptome ernst nehmen

Entzündete Wurzeln oder Zysten äußern sich nicht immer durch Schmerzen. Sie werden häufig eher zufällig auf einem Röntgenbild entdeckt. Auch aus diesem Grund sind die regelmäßigen zahnärztlichen Untersuchungen so wichtig. Ohne Behandlung können sich die Entzündungen nämlich immer weiter im Kieferknochen ausbreiten und sogar auf die Nachbarzähne oder zum Beispiel im Oberkiefer auf die Kieferhöhle übergreifen. Aus der Entzündung einer Wurzelspitze kann als Spätfolge eine Zyste werden. Deswegen müssen alle Symptome sehr ernst genommen werden.

Kleiner operativer Eingriff

Kann eine Entzündung einer Wurzelspitze nicht auf herkömmlichem Wege behoben werden, ist eine Wurzelspitzenresektion nötig. Bei diesem operativen Eingriff betäubt der Zahnarzt die zu behandelnde Stelle, klappt das Zahnfleisch im Bereich der Wurzelspitze weg und entfernt den darüber liegenden Knochen. Anschließend wird die Wurzelspitze abgetrennt und das entzündete Gewebe oder die Zyste entnommen.

In selteneren Fällen muss die Wurzel nach der Entfernung der Spitze an der Trennstelle "von unten" mit einer so genannten retrograden Füllung abgedichtet werden. Nach der OP, unter Umständen auch bereits während der Behandlung, wird eine Röntgenaufnahme zur Kontrolle angefertigt.