Entfernen eines Zahnes (Zahnextraktion)

Keine Angst vorm Ziehen!

Manchmal kann ein Zahn trotz aller Erhaltungsversuche nicht mehr gerettet werden oder eine kieferorthopädische Behandlung macht bei starkem Platzmangel eine Zahnentfernung notwendig. Das Entfernen eines Zahnes (Extraktion) gehört zu den zahnärztlichen Routine-Eingriffen.

Selbst wenn es sich dabei um einen kleinen chirurgischen Eingriff handelt, gibt es für den Patienten wenig Anlass, davor Angst zu haben. Denn das Entfernen eines kranken Zahnes ist bis auf ganz wenige Ausnahmen unkompliziert. Der Patient erhält eine örtliche Betäubung, sodass er von der Behandlung kaum etwas spürt.

Der erste Schritt: Untersuchung und Diagnose

Vor dem Entfernen eines Zahnes wird in einer gründlichen Untersuchung und mit Hilfe einer Röntgenaufnahme festgestellt, ob der erkrankte Zahn wirklich nicht mehr gerettet werden kann. Auf dieser Röntgenaufnahme erkennt der Zahnarzt, wie der kranke, brüchige oder lockere Zahn im Kiefer verankert ist - eine wichtige Information, damit er den Zahn komplikationslos und schnell extrahieren kann.

Zur Vorbereitung des Eingriffs muss der Zahnarzt zusätzlich vom Patienten erfahren, ob dieser regelmäßig Medikamente einnimmt (beispielsweise zur Blutverdünnung nach einem Herzinfarkt) oder Allgemeinerkrankungen hat. Diese Angaben haben nämlich auf die örtliche Betäubung und das Vorgehen bei der Zahnentfernung einen großen Einfluss.

Der Zahn wird entfernt

Wenn die Betäubung wirkt, wird der Zahn mit speziellen Instrumenten gelockert und schließlich mit einer Spezialzange entfernt. Die Zahnextraktion an sich geht in der Regel relativ schnell. Sofort danach muss der Patient noch längere Zeit auf einen Tupfer beißen, damit sich ein stabiler Blutpfropf bilden kann und keine Nachblutungen auftreten.