Bonusheft

Regelmäßig zum Zahnarzt

Alle Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherungen sowie deren mitversicherte Familienangehörige erhalten seit 1989 ihr persönliches Bonusheft, das sie zu jeder Zahngesundheitsuntersuchung (Kontroll- oder Prophylaxe-Sitzung) mitnehmen und unaufgefordert vorzeigen sollten.

Das Bonusheft benötigt der Versicherte als Nachweis für den Anspruch auf erhöhte Zuschüsse zum Zahnersatz, seit 1989 im Zuge einer Gesundheitsreform die Bonusregelung eingeführt wurde.

Bonusheft spart bares Geld

Gesetzlich Krankenversicherte erhalten je nach Befund einen Festzuschuss für vertragszahnärztliche Versorgungen mit Zahnersatz wie Kronen, Brücken oder herausnehmbare Prothesen.

Die Höhe orientiert sich an der jeweiligen Regelversorgung, deren Kosten zur Hälfte übernommen werden. Sind im Bonusheft regelmäßige Zahnarztbesuche vermerkt, beteiligen sich die Gesetzlichen Krankenversicherungen mit einem höheren Zuschuss.

Der Zuschuss für die Vertragsleistung steigt um 20 Prozent, wenn Versicherte und Mitversicherte, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, in den letzten fünf Jahren wenigstens einmal im Jahr zur eingehenden Untersuchung beim Zahnarzt waren bzw. Kinder und Jugendliche ab dem 12. Lebensjahr in dieser Zeit mindestens einen Eintrag im Rahmen der Individualprophylaxe pro Kalenderhalbjahr im Bonusheft vorweisen können.

Bei einer lückenlosen Vorsorge über einen Zeitraum von zehn Jahren erhöht sich der Zuschuss für die Kassenleistung um weitere zehn Prozent. Den verbleibenden Anteil müssen die Patienten selbst übernehmen.

Ein Beispiel

Ein fehlender Zahn soll durch eine Brücke ersetzt werden. Der Festzuschuss liegt in diesem Fall bei angenommenen 350 Euro. Belegt das Bonusheft den Zahnarztbesuch über fünf Jahre, liegt der erhöhte Festzuschuss bei 420 Euro, sind zehn Jahre belegt, zahlt die Krankenkasse sogar 455 Euro, also bis zu 105 Euro mehr.

Hinweise

Es zählen abgeschlossene Kalenderjahre

Gezählt werden nur abgeschlossene Kalenderjahre, in denen im Bonusheft lückenlos die Zahnarztunter-
suchungen nachgewiesen werden. Dabei wird das Jahr, in dem die Versorgung mit Zahnersatz durchgeführt werden soll, nicht mitgezählt!

Ein Patient, der 2005 einen Zahnersatz erhält, muss demnach mindestens ab 2000 einmal pro Jahr eine eingehende Untersuchung beim Zahnarzt bzw. mindestens einen Eintrag im Rahmen der Individualprophylaxe pro Kalenderhalbjahr nachweisen können, um von den gesetzlichen Krankenversicherungen einen um 20 Prozent erhöhten Festzuschuss zu erhalten.

Mehr für Zahngesundheit tun

Um den Bonus zu erhalten, müssen Sie ab dem 18. Lebensjahr einmal jährlich zur Kontrolluntersuchung gehen. Experten empfehlen jedoch einen mindestens halbjährlichen Rhythmus. Legen Sie die für Sie passenden Zeitabstände gemeinsam mit Ihrem Zahnarzt fest.

Aktion Mund-Gesundheit

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